Zurück zu den Wurzeln gehen

Meine Wurzeln

... habe ich auf einem biologisch bewirtschafteten Bauernhof in Bayern. Die meiste Zeit verbrachte ich zwischen Streuobstwiesen, Weiden oder Wäldern und meine "Spielkameraden" waren unsere Tiere, die freilaufend und artgerecht aufwachsen konnten. Durch die hauseigene Fleischverarbeitung wurden köstliche Wurst- und Räucherwaren hergestellt und auf Wochenmärkten oder im  "Biergarten am Radlweg" selbst vermarktet. Frisches Gemüse und Kräuter kamen aus dem groß angelegten Garten direkt in die Küche. Beeren, Obst und Nüsse wurden geerntet, wenn sie vollreif waren und wurden zu Marmeladen, Most, Essig oder Schnaps veredelt.


Mein Lernjahre

... verbrachte ich nach der Volksschule auf dem Gymnasium und wollte dann Agrar- und Forstwirtschaft studieren. Da die Hofweiterführung traditionell dem Sohn vorbehalten war, führte mich mein Lebensweg in Richtung Musik- und Kulturmanagement und 2002 nach Österreich. Ich habe meine Eltern von klein auf unterstützen dürfen und war bis zum Ende meines Studienabschlusses regelmäßig mit alltäglichen Wald,- Hof- und Vermarktungsarbeiten beschäftigt. Dabei entwickelten sich meine "Wurzeln", die Liebe und die Achtung gegenüber der Natur. Diese wertvollen Erfahrungen begleiten mich bis heute und ich bin dankbar.


Meine Wanderjahre

... waren geprägt von intensiver Kultur-, Event- und Marketingarbeit an den größten Bühnen in Österreich: am Festspielhaus St. Pölten, bei den Salzburger Festspielen und in der Wiener Stadthalle. Dazwischen durfte ich viele großartige Erfahrungen beim Musikfestival der Wiener Musikuniversität und verschiedenen Kulturinstitutionen in Niederösterreich sammeln. Doch trotz spannender Projekte und interessanten Menschen bildete sich im Laufe der Jahre eine Sehnsucht und innere Leere, die immer schwerer wurde ...


Meine Sinnkrise

... stellte ich mir viele Fragen: Will ich weiterhin 8 Stunden vor dem PC sitzen? Will ich jeden Tag min. 2 Stunden im Auto oder Zug verbringen? Will ich mich dazwischen nur von schnellem, verkochten, nährstoffarmen Essen ernähren? Warum kenne ich mehr Markennamen, Musikbands oder Opern als Namen der heimischen Bäume, Wildkräuter, Pflanzen oder Insekten? Warum bewerte ich das geringe Interesse der Kids an der Natur und Umwelt? Warum ärgere ich mich vor der gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber der Klimakrise und beginne nicht im eigenen Haushalt Gewohnheiten zu ändern? Was ist mir wichtig? Was macht mich glücklich? Wie will ich weiterleben? Wie will ich älter werden? Wofür brenne ich? Was liebe ich wirklich? ...


Meine Lebensmitte

... begann damit, mein Leben zu überdenken, loszulassen und die Fragen von oben der Reihe nach zu beantworten. Ich sah ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Eines Tages fiel mir dieser Satz zu: "Wenn ich einmal alt bin, will ich nicht jung aussehen. Sondern glücklich!". Ich wusste in dem Moment, was mich auch noch im Alter glücklich machen kann: das war nicht der Gedanke an die Pension sondern der Gedanke daran, gemeinsam von und in der Natur zu lernen und sie zu achten. Ein erstes Gefühl wurde zu einem Entschluss. Ich wünsche mir, mein Leben lang zu lernen, die Natur und deren Geheimnisse zu erfragen, zu erleben und alle Sinne dafür zu öffnen!


Meine Wünsche

... dass alle Kinder regelmäßig die Möglichkeit haben, im Lernraum Natur zu sein und im/vom Wald zu lernen ...